Blog#5 WEITER in die Philippinen

Weiter laufen, weiter wachsen, weiter beten, weiter dienen, weitere Erfahrungen sammeln, weiter so beschenkt sein und Dankbarkeit dafür erlernen, weiter reisen, weiter lernen, weiter geniessen, weiter die schönen und traurigen Seiten unserer Erde sehen, weiter über die Zukunft nachdenken.


  • Es ist schon erstaunlich, wie gross unsere Welt ist. Und wir sind dankbar, wie viel davon wir sehen durften.

  • Im Kurs konnten wir viel lernen, wachsen und auftanken.
  • Spannende Gespräche und Gemeinschaft mit anderen jungen Erwachsenen ist genial. Einfach voneinander zu hören wie Jesus in jedem Leben schon wirken konnte und von Ängsten und Süchten befreit und Familien oder Selbstwert wiederhergestellt hat!


  • Einen Roller gemietet und losgefahren. Nach so vielen Tagen ständig unter Leuten brauchten wir mal wieder ein bisschen «uns»-zeit.
  • In den Bergen hinter Chiang Mai gibt es viel zu Entdecken! Heisse Quellen, grosse Höhlen, neue und bekannte Bergstämme und somit neue und bekannte Kultur.
  • Seit Singapur (im Tropenhaus) war Timon vom Cloudforest begeistert. Hier durften wir in echt durch einen spazieren in 2000 MüM. Tabita liebte die Rhododenronblüten und Orchideen, welche an verwachsenen Bäumen blühen.

  • Von den vielen Familien, die wir kennengelernt haben, konnten wir nochmals drei besuchen für ein paar Tage. Erfrischende Gemeinschaft gab es überall, aber man spürt wie die Familienkulturen unterschiedlich waren.
  • So war bei den einen Fröhlichkeit, bei den anderen Gebet & Anbetung und bei den letzten Rationalität der Wert, der die Atmosphäre und somit die Gespräche am meisten geprägt hat. Natürlich wollen wir überall das gute behalten, aber schlussendlich müssen wir uns auch Fragen: Was wird unsere Kultur sein? Für was wollen wir bekannt sein?

  • Eine Stadt mit vielen Vorurteilen, viele davon wohl berechtigt. Auch wenn uns nicht alles gefallen hat an dieser Stadt, sind wir trotzdem froh, haben wir diese regionale Metropole doch noch selbst gesehen.
  • Sinn für das Schöne: die Tempel sind wirklich ästhetisch gebaut und schön anzusehen. Wir staunen, welche schöpferische Kreativität unser Schöpfer in uns Menschen hineingelegt hat.
  • Interessant zu erwähnen, dass die 2 grössten Touristenattraktionen 2h ausserhalb der Stadt sind. Wir sind mit dem Roller hingefahren und kamen ziemlich in Stress, als wir auf der Rückkehr im Stau steckenblieben (da wir den Roller um 18:00 zurückgeben mussten). Endlich waren wir 17:50 kurz vor dem Ziel, doch da hielt uns ein Polizist an! Glücklicherweise lies er uns direkt gehen, nachdem wir alle Dokumente gezeigt haben und wir kamen rechtzeitig zur Abgabe an.

  • Was für ein Privileg, eine solche Weltstadt nicht nur als Touristen zu besuchen, sondern auch als Freunde.
  • Eine Freundin, deren Gesicht noch Namen hier auftauchen darf, konnten wir hier wiedersehen.
  • Stadtrand bedeutet hier: grüne, bewaldete Hügel. Von der tollen Wohnung, wo wir für die paar Tage lebten, konnte man (mit nur 1 km an der Autobahn entlang) sehr gut auf die Stadt umgebende Hügelkette hoch rennen. Und die Aussicht ist halt schon spektakulär!

  • Das erste mal in Südostasien sehen wir wirklich frühere Klischeevorstellungen erfüllt: Ein Grossteil der Bevölkerung ist arm und lebt meist in grossen Familien in sehr engen Behausungen.
  • Dennoch konnten wir hier Hoffnung erleben. Eine Woche verbrachten wir hier mit dem Hilfswerk «Dawn for the poor», besuchten viele Familien und beteten für sie. Wir durften einige junge Erwachsene kennenlernen, welche durch Stipendien und Studiumabschluss an einem ganz anderen Punkt stehen, Jesus kennengelernt haben und sich nun selbst für die Ärmsten einsetzen.
  • Nach den anstrengenden und sehr vollen Tagen in den armen Vierteln konnten wir uns im OMF Gasthaus ein paar Tage ausruhen und viele ToDos erledigen.

  • Wir werden nun nach einiger Zeit mit städtischen Armen am anderen Ende des Landes die Arbeit mit ländlichen Armen besuchen.
  • Wir bleiben hier nicht so stationär wie gedacht, sondern werden in verschiedenen ländlichen, armen Dörfern für jeweils einige Tage sein (also wenn wir eure Nachrichten nicht lesen – wir haben wohl kein Netz)
  • Armut ist drückend.

«Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch alles andere hinzugefügt werden.»

Matthäus 6,33

In der Missionswelt wird es «living by faith» genannt, wenn diesen Worten von Jesus wortwörtlich gefolgt wird. So haben wir jetzt dutzende Einzelpersonen, Familien und Organisationen erlebt, die so vorgehen: Wenn es an irgendetwas mangelt, so sagen sie es nur Gott (der es ja eigentlich schon weiss) und erinnern sich selbst und IHN an SEIN Versprechen (obwohl er auch das schon weiss). So kann es sein, dass selbst Teamkollegen keinen blassen Schimmer von ihren Mängeln haben. Aber da Gott treu ist, haben wir mit jeder solchen Person auch eine grosse Menge Bestätigung für diesen Weg erhalten, denn sie alle erlebten Gottes Versorgung auf wunderbare Weise.

Wir finden es schwierig, Gott so fest alles zu überlassen. Und die ganz praktischen Fragen machen uns wirklich Mühe: Wenn wir Gott unsere Zukunft hinlegen und sagen «dein Wille geschehe», inwiefern sollen wir dann selbst nach Möglichkeiten bezüglich Arbeit, Weiterbildung oder Wohnort Ausschau halten? Und in welche Richtung geht es nun überhaupt, Richtung langzeit Ausland oder Richtung langzeit Schweiz?

Selber haben wir auf dieser Reise einige Male nicht gewusst, wo es nächste Woche hingeht und IHN gebeten, uns zu führen und zu formen. Wir haben in diesen Monaten so viel mehr gelernt und sind so viel näher zu IHM und zueinander gewachsen, als wir es uns hätten vorstellen können.

Wen ihr könnt, betet bitte für uns, dass wir Klarheit finden können wie es in den nächsten Monaten und Jahren mit uns weitergeht. Sodass sein Name verherrlicht werden kann und sein Reich kommen kann!

Wenn es aber einem von euch an Weisheit fehlt, bitte er Gott darum, und sie wird ihm gegeben werden; denn Gott gibt allen gern und macht dem, der ihn bittet, keine Vorhaltungen.

Jakobus 1,5

Und noch ganz Praktisch, was wir bis jetzt geplant haben: in ca. einem Monat verlassen wir die Phillipinen Richtung China für einen weiteren Monat Besuche & Tourismus. Danach planen wir zurück in die Schweiz zu kommen.